T9 [hautkopf]

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Hautkopf
Tanzoper von Irina Roerig
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Text von Kristo Sagor
Musik: Winfried Radeke
Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg
Gesamtkonzeption, Regie und Choreographie: Irina Roerig
Bühnen- und Kostümbild: Frank Chamier
Licht: Nikolaus Vögele

Uraufführung am 13. Oktober 2005, 20 Uhr an der Neuköllner Oper, Berlin
|www.neukoellneroper.de|
weitergehende Informationen über Darsteller, Inhalte und Pressestimmen finden Sie im Archiv der Neuköllner Oper
|Hautkopf an der Neuköllner Oper|

Tobias verachtet seinen Vater, einen Kulturpolitiker, und seine Gesellschaft . Hier scheint alles möglich, oder auch beliebig; hier findet er weder Platz noch Sinn oder gar eine Aufgabe. Eine Gruppe Skinheads und ihre Aktionen faszinieren ihn, und so sucht er den Kontakt zu ihnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es ihm, in die Gruppe aufgenommen zu werden, zwischen ihm und Luzina, der Anführerin der Gruppe, entsteht eine beunruhigende Nähe. Dann passiert, was passieren muss, und auch die Gesellschaft reagiert wie üblich– Appelle, Solidaritätsadressen, Betroffenheitsbekundungen etc. Die Spirale dreht sich weiter, auf Gewalt folgt Ohnmacht und mit Sprachfloskeln kaschierte Hilflosigkeit. Was, wenn das Problem nicht der Islam, sondern der eigene Sohn ist?

Mit Irina Roerigs Tanzoper Hautkopf versucht die Neuköllner Oper eine andere Theaterform: Die Geschichte über das Versagen von Diskurs und Dialog wird zuerst mit den Mitteln von Bewegungschoreographie, Rhythmus und Musik erzählt. Es ist eine Geschichte, die uns allen bekannt ist, und die (gegenwärtig) nicht endet in ihrer beängstigenden Aktualität und tödlichen Konsequenz.